Museum Albertinum in Dresden · Neues Foyer im Innenhof mit darüber "schwebendem" Neubau

Schnittperspektive

Neues Foyer mit Cafe, Kasse, Info und Buchshop

Neuer Eingangsbereich mit Schaudepot

Sanierte Renaissancehalle für Skupturen

Denkmalgerecht sanierter Klinkersaal

Denkmalgerecht sanierter Mosaiksaal

Denkmalgerecht saniertes Haupttreppenhaus

Sanierte Oberlichtsäle für die Gemäldegalerie Neue Meister

Neues Gemäldedepot im Neubau

Neue Restaurierungswerkstätten im Neubau

Blick von der Frauenkirche

Blick auf das Albertinum von der Brühlschen Terrasse

 

Museum Albertinum in Dresden

Museum für die Gemäldegalerie Neue Meister und die Skulpturensammlung

Neubau und Sanierung Zentraldepot der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

 

Gesamtbaukosten 41 Mio Euro

HNF 2.300 qm Neubau, 9.500 qm Sanierung

Planungsbeginn / Fertigstellung 2005 - 2010

Bauherr Sächsisches Immobilien und Baumanagement

Nutzer Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Projektleitung LP 2-8 für Staab Architekten

 

Deutscher Architekturpreis 2011 - Auszeichnung

Deutscher Stahlbaupreis 2012 - Auszeichnung

BDA Preis Sachsen 2013 - Anerkennung

 

Bei der Sanierung und Erweiterung des Dresdner Museum Albertinum galt es das Baudenkmal behutsam an die räumlichen Anforderungen eines modernen Museumsbetriebes anzupassen und neue funktionale Räume hinzuzufügen.

 

Die Hauptbaumaßnahme ist der schwebende zweigeschossige Neubau über dem zentralen Innenhof, er beinhaltet das neue Depot und die Restaurations-Werkstätten und verwandelt den ehemaligen Innenhof zu einem neuen großzügigen Empfangsbereich und schafft einen neuen zentralen Veranstaltungsort im Herzen Dresdens. Eingehängt mit einer Lichtfuge im Zentrum des Innenhofes und aufgelagert auf einem Aufzugsschacht und einem Stützenpaar hinter der Altbaufassade, lässt die Brückenkonstruktion den zentralen Raum unberührt und tagesbelichtet. Die Untersicht dieses Baukörpers ist als lichtreflektierende Deckenfläche ausgeführt.

 

Neben dem Neubau über dem Innenhof wurde das Gebäude mit Ausstellungsräumen, Depots, Werkstätten und Verwaltung grundlegend denkmalgerecht saniert.

 

Das entscheidende Ereignis für den Umbau und die Sanierung des Albertinums  war das Elbehochwasser im August 2002. Das Wasser drang in die unterirdischen Lagerräume des Albertinums. Zuvor wurden ebenfalls die modernen Sicherheitsdepots unter dem Zwinger und dem Theaterplatz, wo die Gemälde alter Meister lagerten, geflutet. Bei der größten Kunstrettungsaktion zu Friedenszeiten schafften es viele Helfer, die dort gelagerten, wertvollen Gemälde, Skulpturen und Dokumente zu schützen und zu bergen. „Bellotto kommt nicht mehr ins Aquarium“, konstatierte damals Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und brachte damit seine Forderung nach einem hochwassersicheren Depot auf den Punkt: „Wichtig ist, dass die Schätze unserer Depots jetzt nicht mehr unterirdisch gelagert werden und so vor einer neuen Flut geschützt sind.“

 

© Fotos 1, 3-12 Marcus Ebener

© Foto 13 CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0