Museum Albertinum in Dresden · Mosaiksaal: Vom Klassizismus bis Ernst Rietschel

Mosaiksaal: Vom Klassizismus bis Ernst Rietschel

Mosaiksaal: Vom Klassizismus bis Ernst Rietschel

Skulpturenhalle: Von Rodin bis zur Gegenwart

Skulpturenhalle: Von Rodin bis zur Gegenwart

Klingersaal: Kunst des Fin de Siècle

"Marmorierung" im Klingersaal

Eingangsbereich vom Georg-Treu-Platz mit Blick Richtung Schaudepot Antike Skulpturen

Schaudepot Antike Skulpturen im Eingangsbereich vom Georg-Treu-Platz

Schaudepot Skulpturen "Antike bis Barock" mit neuen Schauvitrinen im 1.OG Ostflügel

Schaudepot Skulpturen "Barock bis Gegenwart" mit neue Schauvitrinen im 1.OG Westflügel

Gemäldegalerie Neue Meister

Gerhard-Richter-Raum Gemäldegalerie Neue Meister

Gemäldegalerie Neue Meister

Baselitz-Raum Gemäldegalerie Neue Meister

Wechselausstellungsraum Contemporary Art

 

Das neue Albertinum · Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart

Museum für die Gemäldegalerie Neue Meister und die Skulpturensammlung, Schaudepots Skulpturen, Wechselausstellung Contemporary Art

 

Planungsbeginn / Fertigstellung 2007 - 2010

Bauherr Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Projektleitung LP 2-8 für Staab Architekten

 

Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart

Nach Sanierung und Umbau präsentiert sich das Albertinum seit 2010 mit Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart. Die Bestände mit Malerei von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter sowie Skulptur von Rodin bis ins 21. Jahrhundert besitzen weltweit einen bedeutenden Ruf. Riesige gläserne Schaudepots eröffnen dem Besucher bisher unbekannte Einsichten in das Innere des Museums und erschließen bislang verborgene Werke der Sammlung auf Dauer. Innerhalb der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden schlägt das Albertinum eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das Albertinum ist in seiner Gesamtheit auf Begegnungen zwischen Malerei und Skulptur, Romantik und Moderne, zwischen Ost und West, zwischen gestern, heute und morgen ausgerichtet.

 

Skulpturensammlung

Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart" ist mit der Präsentation der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister die Kunst der Moderne in einem Umfang erlebbar, wie es zuvor in Dresden nicht möglich war. Die innovative Museumskonzeption steht für einen neuen Anfang in der Kunstpräsentation in Dresden und zeigt die Kunst vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Gegenwart. Für die Skulpturensammlung beginnt die Moderne mit Werken des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Er hat das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur eingeläutet und gilt als Vorreiter für eine Vielzahl von Stilrichtungen, die sich im 20. Jahrhundert herauskristallisiert haben. Die in der Ausstellung gezeigten Werke der klassischen Moderne und der Skulptur nach 1945 spinnen den Grundgedanken Rodins – die Subjektivität der Kunst – bis ins Heute weiter. Auf die Kunst in der DDR wird mit Werken zum Beispiel von Wieland Förster, Werner Stötzer und Helmut Heinze in besonderer Weise eingegangen. Der Klingersaal – von der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister als sinnlicher Epochenraum konzipiert – befasst sich mit der Kunst des Fin de Siècle, veranschaulicht mit Werken von Arnold Böcklin und Max Klinger bis zu Franz von Stuck und Sascha Schneider. Der Mosaiksaal widmet sich dem großen Thema Moral anhand von Skulpturen des Klassizismus mit einem Schwerpunkt auf Ernst Rietschel. Die Skulpturensammlung umfasst Werke aus mehr als fünf Jahrtausenden – von den antiken Kulturen über alle Epochen der europäischen Plastik vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart.

 

Galerie Neue Meister

Von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter. Der weite Horizont von der Romantik bis zur Gegenwart und die großartige Qualität des Bildbestandes zeichnen das Albertinum aus und machen es zu einem der wichtigsten Museen seiner Art in Deutschland. Als Museum der Moderne sind hier in einem Rundgang Meisterwerke der Romantik, des Impressionismus, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit und der Gegenwart zu erleben. Die zeitgenössische Kunst tritt dabei in eine spannungsvolle Interaktion mit dem gewachsenen Sammlungsbestand. Der Besucher des 21. Jahrhunderts durchschreitet ein weites geistiges Universum. In ungewohnter Nähe zueinander kann er die Epochen erleben und damit neu und anders entdecken. Der Gang durch die Ausstellung beginnt im 2. Obergeschoss mit mehreren Meisterwerken von Caspar David Friedrich, dem bedeutendsten deutschen Künstler der Romantik. Zum Bestand gehören weltberühmte Werke wie „Kreuz im Gebirge“, „Zwei Männer bei Betrachtung des Mondes“ oder „Das große Gehege“, das der Philosoph Theodor W. Adorno einmal als das erste moderne Gemälde bezeichnete. In chronologischer Reihenfolge folgen weitere Romantiker (Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl, Ludwig Richter), französische und deutsche Impressionisten (Claude Monet, Edgar Degas, Max Liebermann, Max Slevogt), Werke von Paul Gauguin und Vincent van Gogh, Expressionisten mit Oskar Kokoschka und den Brücke-Künstlern (Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff) sowie Vertreter der Dresdner Sezession (Bernhard Kretzschmar, Carl Lohse). Auch Otto Dix’ berühmtes Kriegstriptychon, sowie weitere Werke des Künstlers gehören zu den Höhepunkten der Sammlung. Zeitgenössische Kunst ist durch verschiedene Medien vertreten. Die Sammlung umfasst neben Malerei und Skulptur (u.a. von Georg Baselitz, Dan Graham, Luc Tuymans) auch Klanginstallationen und Videoarbeiten. Zwei Säle präsentieren dauerhaft Arbeiten von Gerhard Richter, dessen Archiv das Albertinum beherbergt.

Im ersten Geschoss befinden sich neben der Skulpturensammlung zudem Sonderausstellungsräume: wechselnde thematische Ausstellungen oder Einzelpräsentationen widmen sich Themen und Künstlern des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.

 

Erläuterungen Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

© Fotos Marcus Ebener