Neues Forschungsgebäude mit Blick von der Invalidenstraße

Lageplan

Konzeptentwicklung

Erdgeschoss

3. Obergeschoss

Querschnitt

Blick in das neue Atrium

Modellfoto - Blick von der Invalidenstraße

 

Neues Eingangsgebäude zum Campus Charité Mitte Berlin

Neuer Zugang auf den Campus Charité Mitte von der Invalidenstraße und Neubau Forschungsgebäude

 

Städtebaulicher architektonischer Wettbewerb 2020

 

Aus der Identität des historischen Campus Charité Mitte mit seinen filigranen Fassadenornamenten herausentwickelt, präsentiert sich die Charité mit dem neuen gläsernen Eingangsgebäude auch im 21. Jahrhundert als visionärer Medizin- und Forschungsstandort.

 

Das neue Gebäudevolumen präsentiert die Charité, als eine Art großes Schaufenster mit all seinen Medizin- und Forschungsinhalten in den Berliner Stadtraum. Der städtebauliche Versatz der Bestandsgebäude wird mit der Setzung des neuen Bauvolumens geschickt genutzt. Adressbildend markiert das Gebäude den neuen Zugang zum Campus und führt mit seinem grosszügig eingerückten Sockelbereich mit großer Gebäudegeste auf das Areal des Charité Campus Mitte. Der Neubau schliesst die Baulücke nur zum Teil, verbindet sich mit dem Friedrich-Busch-Haus und hält mit seiner Bautiefe von 14.70 m gebührenden Abstand zum Bestandsgebäude (Strahlenklinik, 6.30 m Abstand in den Obergeschossen), im Sockelbereich EG/1.OG entsteht ein Freiraum mit einer Breite von insgesamt 8.10 m und schafft somit eine grosszügige neue Eingangssituation auf das Charité Areal. Die städtebauliche Struktur der Hofhaustypologie wird mit dem Neubau fortgeführt. Das Neubauvolumen schliesst mit einer schmalen Fuge direkt an das östlich von der Charité als Lehrstätte genutzte Friedrich Busch-Haus an und spannt sich von der Invalidenstrasse als neuer Forschungsbau bis zum Virchowweg auf den Charité Campus (südlicher Fassadenanschluss an das Friedrich-Busch-Haus). Die Gesimsbänder der Traufe des unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes laufen weiterhin frei, ein direkter Anbau ist nur bis unterhalb der Gesimse gedacht. der Neubau fügt sich mit angemessenem Abstand über eine schmale Fuge an das Friedrich- Busch-Haus an und verbindet sich mit dem Bestandsgebäude zu einem grosszügigen Eingangsgebäude (Neubau Gelenk-Verteiler-Funktion: neuer Eingang in das Friedrich-Busch-Haus von der Invalidenstrasse und Zugang auf den gesamten Campus). Die Westfassade des Buschhauses wird im Innenraum mit all seinen historischen Zeitschichten erlebbar und wird durch die Ausbildung eines überdachten Innenhofes (Atrium) für die Besucher und Forscher als Teil des historischen Denkmalensembles inszeniert.

 

Die filigranen Fassadenornamente aus weissem Beton (Charité-Weiss, vorgefertigte Betonsegmente) zitieren die Ornamentik der Backsteinbauten auf dem historischen Campus Charité Mitte. Aus der Identität des historischen Areals zeigt sich das neue Eingangsgebäude zeitgemäss im Stadtraum. Ein schmaler monolithischer Baukörper ergänzt das Charité-Ensemble. Der große Glasanteil der Fassade schafft ein Gebäude mit hoher Transparenz und führt Tageslicht bis weit in die Gebäudetiefe. Die Ausbildung von Brüstungsbändern lassen die Nutzung und Belüftungskonzepte auch für die Zukunft frei wählen.

 

Der grosszügig eingeschnittene Sockelbereich ist Zwischenraum und öffentlicher Aussenraum. Das Erdgeschoss wird als reines öffentliches Gebäude wahrgenommen, die Charité präsentiert sich über die gesamte Gebäudelänge als offenes Haus mit zeitaktuellen Ausstellungen und mit einem Café mit Aussenbestuhlung für die Öffentlichkeit. Die Geschossigkeit verbindet den Neubau mit dem Friedrich-Busch-Haus im EG und 1.OG direkt. Der Hauptforschungsbereich erstreckt sich als Einheit vom 1.OG bis 4.OG um das großzügig belichtete Atrium und vermittelt auch im Inneren eine offene überaus helle Arbeitsatmosphäre mit größtmöglicher Transparenz (hoher Glasanteil).

Ein großer Kommunikationsort entsteht im Zentrum des neuen Forschungsbaus. Die Planung der Grundrisse lässt ein hocheffizientes Forschungsgebäude entstehen, was in seiner grosszügigen Basisstruktur (Raster, Tragwerkkonzept) und seiner abstrakten, transparenten Gebäudehülle ein hohes Maß an Flexibilität für vielseitigste zukünftige Nutzungen lässt.

 

© Visualisierungen, Zeichnungen, Foto Rustler Schriever